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Semesterprogramm

"Quo vadis? - Herausforderungen und Chancen der Flüchtlingsmigration" von Alten Herrn Ralf Stettner

Vergangenen Dienstag hielt unser lieber AH Ralf Stettner, der als Projektleiter für über 80 Erstaufnahmeeinrichtungen und die Betreuung von fast 60.000 Flüchtlingen in Hessen verantwortlich ist, einen Vortrag bei uns.
Der Ministerialrat, welcher derzeit von der Wiesbadener Staatskanzlei für die Koordination der Flüchtlingsaufnahme abgeordnet ist, erklärte unseren Gästen und der Aktivitas aus erster Hand, wie die Aufnahme von Flüchtlingen in Hessen abläuft. Dabei ging er insbesondere auf die logistischen Herausforderungen, die die derzeitige Situation mit sich bringt, ein. 

Wir danken unserem lieben Alten Herren für den ausführlichen und ehrlichen Vortrag und allen Anwesenden für die lange und vor allem konstruktive Diskussion.

"Zwischen Pfarrsaal und Hörsaal - Widerstand in Bonn 1933-45" von Dr. Helmut Rönz

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

– Zitat nach Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller (* 14. Januar 1892; † 6. März 1984)

 

Am 27. Oktober sprach der Bonner Historiker Dr. Helmut Rönz bei uns auf dem Haus zum Thema “Zwischen Pfarrsaal und Hörsaal – Widerstand in Bonn 1933-45”. Helmut Rönz forscht und lehrt am LVR-Institut für rheinische Landeskunde und Regionalgeschichte und befasste sich im Rahmen eines Forschungsprojektes intensiv mit dem Widerstand im Rheinland gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime. Anhang vieler gut dokumentierter Widerstandshandlungen zeigte er in welcher Weise sich Hausfrauen, Professoren, Studenten oder Pfarrer im Rheinland der Nazi-Herrschaft widersetzten. Häufig waren dies das Ausüben zivilen Ungehorsams oder aber auch das Verstecken von Juden oder anders verfolgten. 

Der gut besuchte Vortragsabend vermittelte den anwesenden Aktiven und Kommilitonen einen guten und detaillierten historischen Überblick zum Thema und zeigte auf, wie wichtig Engagement und Zivilcourage für eine demokratische Gesellschaft sind.

Oktober 18, 20153 years ago

Aktivenfahrt nach St. Jost



Wie jedes Jahr im Wintersemester machten wir uns auch dieses mal mit der Aktivitas auf den Weg in die Eifel um dort die frische Luft und den fehlenden Handempfang zu genießen.

Bereits die Jahre zuvor hatten wir es etabliert dass wir nach der samstäglichen Wanderung in einem gemütlichen Landgasthof zu einer Stärkung einzukehren. Wie immer wurde im Cafe-Gasthaus-Bendisberg ein exzellentes Abendessen gereicht, welches sich diesmal aus einem Hirschgulasch mit verschiedenen Beilagen zusammensetzte.

Nach dem Abendlichen Spaziergang zurück zur Hütte waren alle bereit für einen Lagerfeuerabend mit Gesellschaftsspielen.

„Wie wollen wir zusammen leben? Die Zukunft der Einwanderungspolitik in Deutschland“

Am Montag, 6. Juli laden wir alle Kommilitonen sowie Freunde & Freundinnen des VDSt zu Bonn zu der letzten Veranstaltung unserer Vortragsreihe zum Thema Integration und Einwanderung ein.

Wir freuen uns sehr, dass wir Cemile Giousouf, MdB – Integrationsbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion – für einen Vortrag gewinnen konnten.

Die Themen Einwanderung und Integration sind in den letzten Monaten sehr präsent in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Für unser Land bietet Einwanderung großartige Chancen. Trotzdem gibt es neben einer weit verbreiteten Willkommenskultur immer wieder auch Stimmen, die sich kritisch gegenüber Migration äußern. Wir möchten in unserer Vortragsreihe die Möglichkeit bieten, die Vorteile und Chancen der Immigration nach Deutschland, sowie verschiedene Aspekte der Einwanderungspolitik Deutschlands zu beleuchten.

Cemile Giousouf (CDU) hat Politikwissenschaften hier an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert, war als Referentin im Integrationsministerium des Landes NRW tätig und vertritt seit 2013 den Wahlkreis Hagen/Ennepe-Ruhr I im Deutschen Bundestag. Dort ist sie Mitglied im Ausschuss für „Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung“, sowie stellv. Mitglied im Innenausschuss.
Weiterhin ist sie Vorsitzende des „Bundesnetzwerkes Integration der CDU Deutschlands“, der „Union der Vielfalt – Landesnetzwerk Integration der CDU NRW“ sowie „Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

133. Stiftungsfest des VDSt zu Bonn

Am vergangenen Wochenende, vom Freitag, den 19. Juni bis Sonntag, den 21. Juni, begingen wir das 133. Stiftungsfest des VDSt zu Bonn, der am 20. Juni 1882 im Restaurant „Zur Eintracht“ gegründet wurde. Nachdem wir im vergangenen Jahr aufgrund der Bauarbeiten in unserem Garten noch ausweichen mussten, konnten wir in diesem Jahr die Feierlichkeiten wieder in unseren Räumlichkeiten veranstalten und diese gleichzeitig gebührend einweihen.

Das Stiftungsfest begann am Freitag mit einem gelungenen Kommers, in dessen Verlauf wir eine großartige Zielrede von Dr. Frank Lilie hören durften. Der kommende Tag war zunächst den Conventen des Altherrenbundes und des Heimvereins gewidmet, bevor am Nachmittag mit einem großen Grillfest in unserem Garten der neue Grill eingeweiht wurde. Nachdem am Abend noch spontan der Botanische Garten der Universität Bonn besucht wurde, zerstreute sich die Gesellschaft zu späterer Stunde zunehmend. Zum Abschluss des Stiftungsfestes brachen wir am Sonntagmorgen auf, um am Rhein und an der Sieg wandern zu gehen. Nach Besichtigung der Siegmündung wurde im Restaurant ‚Zur Siegfähre‘ eingekehrt, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.

Wir freuen uns über den gelungenen Ablauf des Stiftungsfestes und danken allen Freunden des VDSt zu Bonn, die zu Besuch waren und mit uns gefeiert haben!

Spargelessen 2015

Auch in diesem Sommersemester haben sich die Aktivitas des VDSt zu Bonn und die Alten Herren der Örtlichen Vereinigung wieder zum jährlichen Spargelessen getroffen. Nachdem die beliebte Veranstaltung im letzten Jahr auf dem Haus am Bonner Talweg stattgefunden hat, bot sich dieses Jahr die Möglichkeit, das Essen wieder im Lindenhof in Bonn-Kessenich zu genießen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem lieben Alten Herrn Klare, der sich – in Zusammenarbeit mit dem Senior der Aktivitas – um die Organisation der Veranstaltung gekümmert hat. Erfreulicherweise konnte die Aktivitas des VDSt zu Bonn mannstark auftreten, wobei die Begleitungen einiger Bundesbrüder für den ergänzenden weiblichen Glanz sorgten. Komplettiert wurde die Runde durch die Anwesenheit von vielen Alten Herren der Örtlichen Vereinigung mit Begleitung und einem Altern Herrn des VDSt Bremen und Heidelberg.
Das Grummeln einiger Aktivenbäuche gegen 20 Uhr deutete schon an, dass das Essen nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte. Die als Vorspeise servierte Spargelcreme-Suppe erfüllte ihren Zweck als Appetizer voll und ganz, sodass sich alle Anwesenden auf den herannahenden Hauptgang freuten.  Und Alter Herr Klare sollte mit seiner Ankündigung, dass der Koch sich die größte Mühe geben werde, unsere durch die Mensa „verwöhnten“ Gaumen zufriedenzustellen, Recht behalten: Der Spargel mit den dazu gereichten Pellkartoffeln und der Auswahl an gekochtem und rohem Schinken, gekrönt von Sauce Hollandaise und geschmolzener Butter war ein Fest!
Nachdem alle ihre Teller restlos leergegessen hatten, kam die Zeit der gemütlichen Gespräche und des netten Zusammenseins. Der Abend klang sehr gemütlich und für alle Beteiligten entspannt aus, sodass auch unsere vier Füxe und unser Hausgast auf eine gelungene Spargelessen-Premiere zurückschauen können. Ich bedanke mich im Namen der Aktivitas des VDSt zu Bonn sehr herzlich bei den anwesenden Alten Herren und der Örtlichen Vereinigung für diesen rundum gelungenen Abend und freue mich darauf, auch im nächsten Jahr wieder mit euch den Sommer mit leckerem Spargel einläuten zu dürfen.

Vortrag Ina Esselmann

Gestern Abend ging unsere Vortragsreihe zum Thema Migration und Integration in Deutschland in die zweite Runde. Nachdem wir im April Dr. Stephan Koppelberg als Vertreter der EU empfangen durften, referierte im zweiten Vortrag des Semesterprogrammes die Wirtschaftswissenschaftlerin Ina Esselmann vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln über die Vorteile und Notwendigkeit der Zuwanderung für unsere Volkswirtschaft.

Während ihres Vortrages erklärte sie, wie abhängig Deutschland – in Anbetracht des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels – von Einwanderung ist. Auch den positiven Zusammenhang von Einwanderung in Innovationskraft auf das deutsche Wirtschaftswachstum hob Frau Esselmann hervor.

Unter anderem warb sie auch für eine bessere Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse, sowie eine verbesserte Willkommenskultur und Integration von Ausländern und Migranten in Deutschland.
Daneben machte sie auch deutlich, wie sehr Bewegungen wie u.a. PEGIDA dem Ansehen Deutschlands im Ausland schaden und welche Auswirkungen dieses Image auf die Einwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften in Deutschland hat. Schließlich würden beispielsweise strukturschwache Regionen in ostdeutschen Bundesländern von eingewanderten Fachkräften besonders profitieren.

Wir danken Ina Esselmann für ihren spannenden und informativen Vortrag, sowie allen Gästen und Kommilitonen für ihr Kommen. Besonders hat uns gefreut, dass sich unsere Bundesbrüder vom VDSt Aachen-Breslau II extra auf den Weg gemacht haben, um den Vortrag zu besuchen!

Aktivenbesuch des VDSt Karlsruhe

Wie im letzten wurde uns auch in diesem Jahr von der Verbandslotterie unseres Dachverbandes, des VVDSt, ein anderer VDSt-Bund zum Austausch ausgelost. Nachdem im Wintersemester einige Bonner den Weg nach Karlsruhe angetreten hatten, um dem dortigen Bund einen Besuch abzustatten, durften wir am vergangenen Wochenende einige unserer Bundesbrüder hier bei uns in Bonn am Rhein begrüßen.

Um den Gästen alle Facetten unserer schönen Stadt zu zeigen, begannen wir das Programm am Freitagabend mit dem Besuch einiger anderer Bonner Verbindungen. Am Samstagmittag veranstalteten wir für die Karlsruher Bundesbrüder eine ausgedehnte Stadtführung, um ihnen auch die Bonner Geschichte nahezubringen. Um sich etwas von den Strapazen zu erholen, wurde im Anschluss daran ein Imbiss in einem Restaurant in der Bonngasse eingenommen und der Nachmittag damit verbracht, gemeinsam die Spiele der Fußballbundesliga zu schauen. Zum großen Finale des Wochenendes schlugen die beiden Bünde schließlich am Abend eine gemeinsame Kneipe, die mit einem Zipftausch auf der Brücke vor dem Poppelsdorfer Schloss ihren Höhepunkt fand. Nachdem am Sonntag noch für alle Aktiven ein gemeinsames Frühstück vorbereitet wurde, machten sich die Gäste wieder auf die Heimreise in den Süden.

Wir danken unseren Karlsruher Bundesbrüdern für ihren Besuch und hoffen, dass das Wochenende Euch ebenso gut in Erinnerung bleiben wird, wie uns!

Vortrag Dr. Stephan Koppelberg

 

Als ersten Redner unseres Semesterprogramms zum Thema Migration in Deutschland durften wir am gestrigen Abend Dr. Stephan Koppelberg – Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn – bei uns auf dem Haus begrüßen.

Als Repräsentant der Europäischen Union erläuterte er zunächst die Rechtsgrundlagen und Funktionsweisen der Binnenmigration in der EU sowie die Dimensionen der Migration von Fachkräften innerhalb Europas. Daneben erläuterte er uns die Einwanderungswege von Migranten und Flüchtlingen aus dem EU-Ausland, die Asylregelungen der europäischen Staaten, sowie die Budgetierung und die Struktur von Schutzmaßnahmen.

Aufgrund der erschütternden Berichte aus dem Mittelmeerraum in den vergangenen Tagen war besonders die Thematik der Flüchtlingspolitik hochaktuell. Zusätzlich zu seiner Präsentation und seinem Vortrag stellte Dr. Koppelberg spontan das Zehn-Punkte-Programm vor, das weniger als eine Stunde vor der Veranstaltung von Federica Mogherini – der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik – vorgestellt worden war. Im Anschluss diskutierten wir intensiv über den Kompromiss zwischen Sicherung der EU-Außengrenzen, menschenwürdiger Behandlung von Kriegsflüchtlingen und Strafverfolgung von Schleusern.

Wir danken Dr. Koppelberg für seinen interessanten Vortrag sowie allen Gästen für ihr Kommen.