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politisches Prinzip

Erster Politischer Tresenabend des Sommersemesters 2016

Um das politische Prinzip unseres Bundes hochzuhalten und weiter zu stärken, hat die Chargia in diesem Sommersemester regelmäßige politische Tresenabende wiedereingeführt. Dabei kommen die Mitglieder des Vereins Deutscher Studenten zu Bonn zusammen, um Themen aus der aktuellen Politik zu diskutieren und sich auszutauschen. So wird die eigene Meinungsbildung gestärkt und man lernt natürlich die Bundesbrüder und ihre Ansichten besser kennen.

Der erste Tresenabend in diesem Semester, der sich um das Thema der ,,Panama Papers’’ drehte, fand direkt bei allen großen Anklang. Vorab gab es eine kleine Einführung und eine Chronologie der Ereignisse, um alle Teilnehmer auf einen ähnlichen Wissenstand zu bringen.

Die anregende und interessante Diskussion schnitt auch viele andere Themen an und außer den „Panama Papers“ kam auch schnell der Fall Jan Böhmermann auf dem Tisch. Bei der Frage, wie weit Satire gehen darf, waren sich die Teilnehmer sehr uneinig und die Diskussion dauerte lange und intensiv an.

Nächste Woche, am 12.Mai findet der nächste politische Tresenabend statt, Hauptthema ist diesmal das Transatlantische Handelsabkommen (TTIP). Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und über jeden Gast, der sich dazugesellen und mitdiskutieren möchte.

"Quo vadis? - Herausforderungen und Chancen der Flüchtlingsmigration" von Alten Herrn Ralf Stettner

Vergangenen Dienstag hielt unser lieber AH Ralf Stettner, der als Projektleiter für über 80 Erstaufnahmeeinrichtungen und die Betreuung von fast 60.000 Flüchtlingen in Hessen verantwortlich ist, einen Vortrag bei uns.
Der Ministerialrat, welcher derzeit von der Wiesbadener Staatskanzlei für die Koordination der Flüchtlingsaufnahme abgeordnet ist, erklärte unseren Gästen und der Aktivitas aus erster Hand, wie die Aufnahme von Flüchtlingen in Hessen abläuft. Dabei ging er insbesondere auf die logistischen Herausforderungen, die die derzeitige Situation mit sich bringt, ein. 

Wir danken unserem lieben Alten Herren für den ausführlichen und ehrlichen Vortrag und allen Anwesenden für die lange und vor allem konstruktive Diskussion.

"Zwischen Pfarrsaal und Hörsaal - Widerstand in Bonn 1933-45" von Dr. Helmut Rönz

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

– Zitat nach Emil Gustav Friedrich Martin Niemöller (* 14. Januar 1892; † 6. März 1984)

 

Am 27. Oktober sprach der Bonner Historiker Dr. Helmut Rönz bei uns auf dem Haus zum Thema “Zwischen Pfarrsaal und Hörsaal – Widerstand in Bonn 1933-45”. Helmut Rönz forscht und lehrt am LVR-Institut für rheinische Landeskunde und Regionalgeschichte und befasste sich im Rahmen eines Forschungsprojektes intensiv mit dem Widerstand im Rheinland gegen das nationalsozialistische Unrechtsregime. Anhang vieler gut dokumentierter Widerstandshandlungen zeigte er in welcher Weise sich Hausfrauen, Professoren, Studenten oder Pfarrer im Rheinland der Nazi-Herrschaft widersetzten. Häufig waren dies das Ausüben zivilen Ungehorsams oder aber auch das Verstecken von Juden oder anders verfolgten. 

Der gut besuchte Vortragsabend vermittelte den anwesenden Aktiven und Kommilitonen einen guten und detaillierten historischen Überblick zum Thema und zeigte auf, wie wichtig Engagement und Zivilcourage für eine demokratische Gesellschaft sind.

„Bonner Erklärung für Weltoffenheit und Toleranz“

2 years ago

Gerne möchten wir an dieser Stelle auch die „Bonner Erklärung für Weltoffenheit und Toleranz“ unserer Almarum Matrium, der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verbreiten.

Jeder VDSter verschreibt sich schließlich dem Prinzip der Toleranz und jeder unserer Bundesbrüder verpflichtet sich für „die unveräußerlichen und unverletzlichen Menschenrechte“ einzusetzen. Daher teilen selbstverständlich auch wir gerne diese Erklärung.
Die „Bonner Erklärung“ im Wortlaut:

Wissenschaft ist grundsätzlich grenzüberschreitend und international. Sie lebt vom Austausch von Ideen und der Begegnung von Menschen über alle Länder- und Kulturgrenzen hinweg.
Die Wissenschafts- und UN-Stadt Bonn ist ein Ort, an dem sich Deutschland und seine internationalen Partner auf allen Ebenen begegnen. In Bonn trifft sich die Welt, um über globale Herausforderungen zu beraten. Das Rheinland ist eine europäische Kernregion, in der schon immer ein reger Austausch der Völker und Kulturen gepflegt wurde. In einer Atmosphäre des friedlichen Miteinanders werden Fremde schnell zu Freunden. Das prägt unsere Region bis heute. Die Wissenschaftsregion Bonn steht in unserem Land und international für Freiheit, gegenseitigen Respekt und eine Kultur der Gastfreundschaft.
Heute treten wir denjenigen entgegen, die diese Grundwerte unserer freien Gesellschaftsordnung in Frage stellen. Wir laden alle Angehörigen unserer Institutionen und alle Bürger ein, dies gemeinsam mit uns zu tun.

copyright Foto: Universität Bonn

„Wie wollen wir zusammen leben? Die Zukunft der Einwanderungspolitik in Deutschland“

Am Montag, 6. Juli laden wir alle Kommilitonen sowie Freunde & Freundinnen des VDSt zu Bonn zu der letzten Veranstaltung unserer Vortragsreihe zum Thema Integration und Einwanderung ein.

Wir freuen uns sehr, dass wir Cemile Giousouf, MdB – Integrationsbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion – für einen Vortrag gewinnen konnten.

Die Themen Einwanderung und Integration sind in den letzten Monaten sehr präsent in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Für unser Land bietet Einwanderung großartige Chancen. Trotzdem gibt es neben einer weit verbreiteten Willkommenskultur immer wieder auch Stimmen, die sich kritisch gegenüber Migration äußern. Wir möchten in unserer Vortragsreihe die Möglichkeit bieten, die Vorteile und Chancen der Immigration nach Deutschland, sowie verschiedene Aspekte der Einwanderungspolitik Deutschlands zu beleuchten.

Cemile Giousouf (CDU) hat Politikwissenschaften hier an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert, war als Referentin im Integrationsministerium des Landes NRW tätig und vertritt seit 2013 den Wahlkreis Hagen/Ennepe-Ruhr I im Deutschen Bundestag. Dort ist sie Mitglied im Ausschuss für „Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung“, sowie stellv. Mitglied im Innenausschuss.
Weiterhin ist sie Vorsitzende des „Bundesnetzwerkes Integration der CDU Deutschlands“, der „Union der Vielfalt – Landesnetzwerk Integration der CDU NRW“ sowie „Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Vortrag Ina Esselmann

Gestern Abend ging unsere Vortragsreihe zum Thema Migration und Integration in Deutschland in die zweite Runde. Nachdem wir im April Dr. Stephan Koppelberg als Vertreter der EU empfangen durften, referierte im zweiten Vortrag des Semesterprogrammes die Wirtschaftswissenschaftlerin Ina Esselmann vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln über die Vorteile und Notwendigkeit der Zuwanderung für unsere Volkswirtschaft.

Während ihres Vortrages erklärte sie, wie abhängig Deutschland – in Anbetracht des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels – von Einwanderung ist. Auch den positiven Zusammenhang von Einwanderung in Innovationskraft auf das deutsche Wirtschaftswachstum hob Frau Esselmann hervor.

Unter anderem warb sie auch für eine bessere Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse, sowie eine verbesserte Willkommenskultur und Integration von Ausländern und Migranten in Deutschland.
Daneben machte sie auch deutlich, wie sehr Bewegungen wie u.a. PEGIDA dem Ansehen Deutschlands im Ausland schaden und welche Auswirkungen dieses Image auf die Einwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften in Deutschland hat. Schließlich würden beispielsweise strukturschwache Regionen in ostdeutschen Bundesländern von eingewanderten Fachkräften besonders profitieren.

Wir danken Ina Esselmann für ihren spannenden und informativen Vortrag, sowie allen Gästen und Kommilitonen für ihr Kommen. Besonders hat uns gefreut, dass sich unsere Bundesbrüder vom VDSt Aachen-Breslau II extra auf den Weg gemacht haben, um den Vortrag zu besuchen!

Vortrag Dr. Stephan Koppelberg

 

Als ersten Redner unseres Semesterprogramms zum Thema Migration in Deutschland durften wir am gestrigen Abend Dr. Stephan Koppelberg – Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn – bei uns auf dem Haus begrüßen.

Als Repräsentant der Europäischen Union erläuterte er zunächst die Rechtsgrundlagen und Funktionsweisen der Binnenmigration in der EU sowie die Dimensionen der Migration von Fachkräften innerhalb Europas. Daneben erläuterte er uns die Einwanderungswege von Migranten und Flüchtlingen aus dem EU-Ausland, die Asylregelungen der europäischen Staaten, sowie die Budgetierung und die Struktur von Schutzmaßnahmen.

Aufgrund der erschütternden Berichte aus dem Mittelmeerraum in den vergangenen Tagen war besonders die Thematik der Flüchtlingspolitik hochaktuell. Zusätzlich zu seiner Präsentation und seinem Vortrag stellte Dr. Koppelberg spontan das Zehn-Punkte-Programm vor, das weniger als eine Stunde vor der Veranstaltung von Federica Mogherini – der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik – vorgestellt worden war. Im Anschluss diskutierten wir intensiv über den Kompromiss zwischen Sicherung der EU-Außengrenzen, menschenwürdiger Behandlung von Kriegsflüchtlingen und Strafverfolgung von Schleusern.

Wir danken Dr. Koppelberg für seinen interessanten Vortrag sowie allen Gästen für ihr Kommen.