Der Verein Deutscher Studenten zu Bonn, gegründet am 20. Juni 1882, ist eine Verbindung von Studenten, die sich für Politik und Gesellschaft interessieren und über ihre eigenen Studienfelder hinausblicken möchten – ohne das Studentenleben zu kurz kommen zu lassen.
In diesem Sinne stellen wir jedes Semester unter ein Thema, zu welchem wir passende Veranstaltungen organisieren. Diese sind nicht nur uns, sondern der gesamten Studentenschaft zugänglich. Dazu gehören Vorträge und der Besuch kultureller Veranstaltungen genauso wie gemütliche Abende, bei denen wir uns gemeinsam über aktuelle Geschehnisse in der Politik austauschen. Als nichtschlagende, nicht farbentragende und unkonfessionelle Verbindung pflegen wir einen großen Zusammenhalt. Gegenseitig unterstützen wir uns im Privaten und im Studium. Gleiches gilt für unsere Mitglieder, die das Studium bereits beendet haben. Diese helfen uns mit Ihrer Berufs- und Lebenserfahrung weiter und bieten eine Möglichkeit zum Austausch der Generationen.
Gleichzeitig pflegen und erhalten wir studentisches Brauchtum, etwa durch die feierliche Eröffnung und Abschluss jedes Semesters, den Semesterantritts- bzw. Semesterabschlusskneipen.
Getragen wird unser Bundesleben von unseren Prinzipien und Zielen. Als politische Verbindung ist uns etwa im Rahmen des politischen Prinzips wichtig, dass sich unsere Mitglieder für Politik interessieren und als produktive Gesellschaftsmitglieder für unsere Demokratie einsetzen. Dabei findet sich in unseren Reihen ein breites Spektrum an Meinungen und Positionen, dass uns sehr wichtig ist: Unser Toleranzprinzip gebietet uns die Akzeptanz jeder Meinung und Auseinandersetzung auf sachlicher Ebene. Aber: Das Toleranzprinzip findet seine Grenzen in mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht vereinbaren Meinungen und Ansichten. Bei uns ist kein Platz für Extremismus, ganz gleich welcher Art. In diesem Rahmen setzen wir, das heißt der Bund als Ganzes und jeder Bundesbruder für sich, uns für unsere Ziele ein. Zu diesen gehören beispielsweise die Erreichung eines politisch und wirtschaftlich geeinten, freiheitlich-demokratischen Europas gleichberechtigter Völker, Recht und Freiheit in allen Bereichen des staatlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens oder die Achtung der unveräußerlichen und unverletzlichen Menschenrechte.
Angesichts der Farben unseres Bundes mag das auf den ersten Blick fragwürdig klingen: Schwarz-weiß-rot wird sich heute vielfach von abstoßenden Gruppierungen zueigen gemacht, von welchen wir uns ganz klar distanzieren. Zur Erklärung: Die Farben der damaligen Nationalflagge sind bei unserer Gründung als vereinendes Symbol gewählt worden, unter dem sich alle Studenten zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks versammeln können sollten. Und das gilt, auch wenn sich unsere Ziele und Motive seitdem drastisch geändert haben, bis heute: Bei uns sollen alle Studenten zusammenkommen können, die sich mit uns und unseren Zielen identifizieren können, ungeachtet ihrer Meinungen, Studienfächer, Aussehen oder Herkunft.

